Tensegrity
Tensegrity ist das anatomische Modell des elastischen Energiesystems zwischen den steifen Elementen (Knochen) und den elastischen Elementen (Bänder und Muskeln). Die Tensegrity-Struktur trägt alle anderen biophysischen Energiesysteme im Körper.
Diese Zeichnung des Tensigrity-Systems eines Hasen wurde dadurch geschaffen, dass jeder Muskel mit einer geraden Linie ersetzt wurde.
Tensegrity als traumalösende Technik:
Wenn uns ein Trauma widerfährt, hervorgerufen durch einen Fall, einen Schlag, einen gefühlsmäßigen Schock oder eine viel zu schnelle Bewegung (Schleudertrauma), wird es sich wie eine Welle durch den Körper bewegen.
Ein Trauma kann an einer Stelle in den Körper gelangen und sich an einer anderen Stelle festsetzen. Die Schockwelle bewegt sich durch ein Gelenk, solange das Gelenk entspannt ist. Wenn das Gelenk jedoch blockiert ist, kann sich die Welle nicht weiter bewegen, und die ganze hineinströmende Kraft setzt sich in dem ohnehin schon überbelasteten Gelenk fest. Auf diese Weise werden sich alle Belastungen des Lebens an den 4-5 Stellen anhäufen, an denen unsere ersten Blockierungen auftreten.
Wenn wir unseren Körper bewegen, muss es einen natürlichen „Fluss" in den Bewegungen geben. Aber der „Fluss" wird unterbrochen, wenn er auf eine dieser Behinderungen stößt.
Als junger Mensch merkt man diese Stellen mit aufgestauten Verspannungen kaum.
Wird man älter, merkt man oftmals die Schmerzen und die Steifheit. Wird man alt, ziehen sich diese Stellen zusammen und man sinkt zusammen, wird krumm, vornüber gebeugt, hinkt ein wenig und bekommt Atembeschwerden. Zum Schluss fällt das
Gehen schwer und man verliert leicht das Gleichgewicht. Nachwirkungen in Verbindung mit einem Sturz sind die häufigste Todesursache bei älteren Menschen.

